Mental Health Rehabilitation für Kinder und Jugendliche

Rund 20 Prozent der österreichischen Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren weisen im Laufe ihrer Entwicklung psychische Auffälligkeiten auf. Etwa die Hälfte von ihnen benötigt professionelle Hilfe, zwei Drittel davon brauchen sie sogar dringend.

Kinder und Jugendliche zeigen uns durch ihr Verhalten, wenn es ihnen nicht gut geht oder etwas „nicht stimmt“, da es ihnen oft noch an verbalen Ausdrucksmöglichkeiten fehlt.

Erste Anzeichen für psychische Probleme sind,  je nach Alter, meistens Schwierigkeiten in Kindergarten, Schule oder Beruf, Veränderung des Essverhaltens, sozialer Rückzug (z.B. an den Computer) oder aggressive Verhaltensweisen, aber auch der Griff zu Alkohol/Drogen bei Jugendlichen ist möglich.

Wir bieten jungen Patientinnen und Patienten von ein bis achtzehn Jahren einen sicheren Rahmen, sich mit ihren Problemen auseinander zusetzen und neue Zukunftsperspektiven zu schaffen.

Indikationen

Wir betreuen Kinder und Jugendliche mit folgenden Störungen:

  • Belastungs- und Anpassungsstörungen
  • Depressive Störungen
  • Angststörungen
  • Traumafolgestörungen
  • Essstörungen in der Stabilisierungsphase
  • Soziale Interaktionsstörung
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Somatoforme Störungen wie z.B. chronische Kopf- oder Bauchschmerzen
  • Sprachliche und/oder motorische Entwicklungsstörungen

Kinder bis 12 Jahre

Einer unserer Schwerpunkte ist die Behandlung von Auffälligkeiten im Kindergarten- und frühen Schulalter. Hier zeigen sich in erster Linie Entwicklungsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Auffälligkeiten im sozialen Kontakt und erste Schulschwierigkeiten. Bis zum 12. Lebensjahr werden die Kinder von einem Elternteil begleitet und dieser ins Therapiekonzept mit einbezogen.

Jugendliche (12 bis 18 Jahre)

Ein zweiter Schwerpunkt ist die Adoleszenz (13. bis 18. Lebensjahr) als zweite prägendste Lebensphase neben der frühen Kindheit. Bei Depressionen, Angsterkrankungen wie Schulangst oder sozialen Phobien – oft vor dem Hintergrund von Mobbingerfahrungen – bieten wir professionelle Hilfe. Auch Jugendliche mit Essstörungen in Remission oder Trauma-Folgestörungen können von dem geschützten Rahmen eines längeren Reha-Aufenthaltes profitieren.

Jugendliche, die eine Psychose durchgemacht haben, an einer schweren Zwangsstörung oder einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung (Autismusspektrumstörung) leiden, können ausschließlich nach einem persönlichen Kontakt und in Begleitung einer Bezugsperson aufgenommen werden, da für sie eine Behandlung außerhalb ihres gewohnten Umfeldes eine zusätzliche Belastung darstellen kann.

Außerdem unterstützen wir Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen und deren Familien bei der Bewältigung chronischer Erkrankungen und somatoformer Beschwerden.

Therapieangebote

Abhängig von Alter und Krankheitsbild der Patientin/des Patienten erstellen wir einen individuell angepassten Behandlungsplan.

Das Angebot umfasst eine ausführliche ärztliche und psychologische Anamnese und Diagnostik, sowie Psychotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Bewegung/Sport und Sozialpädagogische Begleitung. Zusätzlich gibt es kreative Angebote wir Musiktherapie und Maltherapie.

Ein multiprofessionelles Team unterstützt in den unterschiedlichen Bereichen des Alltags und hilft bei der Bewältigung einzelner Entwicklungsaufgaben. Es ist uns wichtig, auch Eltern und wichtige Bezugspersonen, die nicht als Begleitpersonen mitkommen können, in die Behandlung mit einzubeziehen.

Kindergarten

Für die Jüngeren steht ein Kindergarten mit speziell ausgebildeten pädagogischen Mitarbeiter/innen zur Verfügung.

Schulunterricht

In zwei Heilstättenklassen bieten wir Schulunterricht für Kinder und Jugendliche im Pflichtschulalter an. Die Heilstättenschule arbeitet eng mit der Stammschule zusammen. Die Kinder sind nach Altersgruppen untergliedert. Für Jugendliche, die eine weiterführende Schule besuchen (Oberstufe, AHS, BHS) gibt es die Möglichkeit einer Lernbetreuung durch unsere Pädagoginnen in Abstimmung mit der Stammschule. Der Reha-Aufenthalt kann daher auch während der Schulzeit stattfinden. Oft trägt die Reha wieder zur Schulfähigkeit bei (nur für Patientinnen und Patienten, nicht für Begleitkinder).

Freizeitprogramm

Ein ausgewogenes Freizeitprogramm soll für Abwechslung sorgen und zusätzlich dazu beitragen, dass Kinder und Jugendlichen positive soziale Erfahrungen machen.

  • Newsletter Anmeldung